Die Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK) lädt ein zur "Third Transatlantic Conference: Missile Defense, Russia, and the Middle East" am 24.-25. Juni 2008 in Berlin
Marlar Kin, Presse- und Öffentlichkeitsreferat
Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung
Während die Welt gebannt auf den Ausgang der Präsidentschaftswahlen in den USA sieht, flammen Drohungen, die Nuklearanlagen des Iran zu bombardieren, gerade in letzter Zeit wieder auf; denn die Führung in Teheran ist offenbar nicht bereit, ihre Aktivitäten auf dem Gebiet der Urananreicherung einzustellen. Dr. Hans Blix, weltweit renommierter Fachmann für Nuklearfragen, wird dieses Problem in seinem Vortrag ansprechen und seine Antwort präsentieren.
Welche Rolle soll und kann die Raketenabwehr im Kontext der Politik gegenüber der Islamischen Republik spielen? Kann sie Bombardements verhindern? Im Mittleren Osten stellt sich ein weiteres Problem: Hamas und Hisbollah feuern tagtäglich Raketen auf Israel ab - bieten die israelischen Raketenprogramme einen wirksamen Schutz dagegen?
Diese Fragen zeigen: Die Raketenabwehr ist wieder ein zentrales Thema internationaler Sicherheitspolitik - spätestens seit den Plänen der USA, Raketenabwehrsysteme in der Republik Polen und in der Tschechischen Republik zu stationieren. Dabei betrifft das Thema Raketenabwehr eben nicht nur das Dreiecksverhältnis zwischen den USA, Europa und Russland. Tatsächlich berührt es auch den Kern von Sicherheitsinteressen der Länder in der Golfregion.
Was auf den ersten Blick technisch klingen mag, erweist sich bei näherem Hinsehen als eine politisch brisante Problematik, auf die alle im Dialog miteinander gemeinsame - letztlich politische - Lösungen finden müssen.
Darum geht es auf der folgenden Konferenz, die, von der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK) in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) veranstaltet, auch dieses Mal hauptsächlich von der Bundesregierung unterstützt wird. Sie findet zeitgleich mit der von Bundesaußenminister Steinmeier einberufenen Konferenz zur Sicherheit Palästinas statt. Wie Sie der beigefügten Tagesordnung entnehmen können, sollen diese Fragen zusammen mit ausgewiesenen Fachleuten aus der Konfliktregion diskutiert werden - unter ihnen Dr. Mohammed Javad A. Laridschani, früherer Stellvertretender Außenminister der Islamischen Republik Iran und Bruder des Ahmadinedschad-Herausforderers Ali Laridschani.
Es versteht sich, dass bei der Erörterung der US-Raketenabwehrpläne für Polen und für die Tschechische Republik die zentralen Fragen der Bedrohung, der technischen Machbarkeit und der Folgen für die Rüstungskontrolle und das Ost-West-Verhältnis von entscheidender Bedeutung sind. Auch hier haben wir auf Expertenebene Befürworter und Gegner der Pläne gewinnen können. Besonders freuen wir uns, dass der polnische Staatssekretär Witold Jan Waszczykowski, der die Verhandlungen für seine Regierung leitet, die offizielle Position Warschaus präsentieren wird.
Die Konferenz findet in englischer Sprache statt in der
Vertretung des Landes Hessen beim Bund
In den Ministergärten 5
10117 Berlin
Die Experten-Tagung, vom Auswärtigen Amt finanziert, steht im Kontext der von Bundesminister Steinmeier einberufenen Außenminister-Konferenz zur Sicherheit Palästinas. ...
Weitere Informationen: http://www.hsfk.de/abm
URL dieser Pressemitteilung: http://idw-online.de/pages/de/news264815
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10 Juni 2008
28 März 2008
Friedenskundliche Tagung in Bremen
(idw) 12. April: 150. Geburtstag des Bremer Friedensnobelpreisträgers Ludwig Quidde
Universität Bremen
Gustav Stresemann, Ludwig Quidde, Carl von Ossietzky und Willy Brandt sind die deutschen Friedensnobelpreisträger: Aus Anlass des 150. Geburtstages des Bremer Ludwig Quidde findet am 12. April 2008 im Bremer Rathaus eine öffentliche Veranstaltung statt zum Thema "Wege zur Friedenssicherung und Versöhnung: Deutsche Friedensnobelpreisträger als Leitfiguren für heutige Friedenspolitik". Sie wird organisiert von der Uni Bremen und der Deutschen Stiftung Friedensforschung. Um 19 Uhr hält Dr. Gernot Erler, Staatsminister im Auswärtigen Amt, einen öffentlichen Vortrag über "Friedenspolitisches Handeln vor dem Hintergrund regionaler und globaler Herausforderungen".
Universität Bremen
Gustav Stresemann, Ludwig Quidde, Carl von Ossietzky und Willy Brandt sind die deutschen Friedensnobelpreisträger: Aus Anlass des 150. Geburtstages des Bremer Ludwig Quidde findet am 12. April 2008 im Bremer Rathaus eine öffentliche Veranstaltung statt zum Thema "Wege zur Friedenssicherung und Versöhnung: Deutsche Friedensnobelpreisträger als Leitfiguren für heutige Friedenspolitik". Sie wird organisiert von der Uni Bremen und der Deutschen Stiftung Friedensforschung. Um 19 Uhr hält Dr. Gernot Erler, Staatsminister im Auswärtigen Amt, einen öffentlichen Vortrag über "Friedenspolitisches Handeln vor dem Hintergrund regionaler und globaler Herausforderungen".
17 März 2008
Friedenskundliche Tagung an der Uni Hamburg
Tagung zur "Kampf dem Atomtod!"-Bewegung vor 50 Jahren
Dr. Annette Wiesheu, Öffentlichkeitsarbeit
Akademie der Wissenschaften in Hamburg
17.03.2008
Fast 150.000 Menschen protestierten am 17. April 1958 vor dem Hamburger Rathaus gegen die atomare Bewaffnung der Bundeswehr. In Erinnerung an dieses Ereignis diskutieren Hamburger Historiker und Friedensforscher auf einer öffentlichen Akademie-Tagung den zeitgeschichtlichen Hintergrund ebenso wie die Kernwaffenproblematik der Gegenwart. Der Psychoanalytiker und Sozialphilosoph, Prof. Horst-Eberhard Richter, spricht über "Atomangst und Menschlichkeit - einst und heute". Veranstaltet wird die Tagung von der Akademie der Wissenschaften in Hamburg, der Forschungsstelle für Zeitgeschichte, dem Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik und dem C.F. Weizsäcker-Zentrum für Naturwissenschaften und Friedensforschung (Donnerstag, 27. März 2008, 14.00 Uhr, Hauptgebäude der Universität Hamburg, Ostflügel, Raum 221, Eintritt frei).
Die Hamburger Kundgebung - eine der größten nach dem Zweiten Weltkrieg - war Teil einer deutschlandweiten Kampagne, die sich unter dem Motto "Kampf dem Atomtod!" gegen die Stationierung von Atomwaffen wandte. Der damalige Erste Bürgermeister, Max Brauer (SPD), stellte sich an die Spitze der Proteste: Als Hauptredner auf der Kundgebung forderte er die Durchführung einer Volksbefragung. Bereits ein Jahr zuvor hatten 18 prominente deutsche Kernphysiker mit der sog. Göttinger Erklärung vehement gegen die Verharmlosung der atomaren Bedrohung protestiert.
Die Tagung thematisiert sowohl den zeithistorischen Kontext - die Gründe und Folgen des atomaren Wettrüstens im Kalten Krieg - als auch aktuelle Fragen, die die noch bestehenden Atomwaffenarsenale, deren Modernisierung und weitere Verbreitung aufwerfen. Das Referat von Prof. Horst-Eberhard Richter, einem der Hauptprotagonisten der Friedensbewegung in Deutschland, rückt die sozialpsychologische Dimension der Atomkriegsgefahr in den Blick. Film- und Tondokumente werden zudem einen authentischen Eindruck von den Hamburger Protesten vermitteln. Die Tagung wird finanziert aus Mitteln der Hamburger Sparkasse.
Die Referenten stehen für Gespräche und Interviews zur Verfügung.
Programm
14.00 Begrüßung
Prof. Dr. Heimo Reinitzer, Präsident der Akademie der Wissenschaften
in Hamburg
14.15 Bilder des Protests 1958
14.30 "Atomzeitalter" - Gründe und Hintergründe der Proteste gegen die
atomare Bewaffnung der Bundeswehr Ende der 1950er Jahre
Prof. Dr. Axel Schildt, Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg
(FZH)
15.10 Atomangst und Menschlichkeit - einst und heute
Prof. Dr. Dr. Horst-Eberhard Richter, IPPNW - Internationale Ärzte für
die Verhütung des Atomkriegs, Gießen
16.00 Kaffeepause
16.30 Die Berlin-Krisen 1948/49 und 1958-1961 - Lehren aus dem Kalten Krieg
Dr. Reinhard Mutz, Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik
Hamburg (IFSH)
17.10 Atomares Wettrüsten der Großmächte - kein abgeschlossenes Kapitel
Prof. Dr. Götz Neuneck, Institut für Friedensforschung und
Sicherheitspolitik Hamburg (IFSH)
17.50 Kernwaffen in unsicheren Händen - die Proliferation von Kernwaffen und
internationale Anstrengungen zu deren Nichtverbreitung
Prof. Dr. Martin Kalinowski, C.F. von Weizsäcker-Zentrum für
Naturwissenschaft und Friedensforschung der Universität Hamburg (ZNF)
18.30 Abschlussdiskussion
19.00 Empfang
Weitere Informationen unter http://www.awhamburg.de/veranstaltungen
Veranstaltungsdaten:
Tagung: "Kampf dem Atomtod!" Die Hamburger Protestbewegung vom Frühjahr 1958 in zeithistorischer und gegenwärtiger Perspektive
Donnerstag, 27. März 2008, 14.00 Uhr bis 19.00 Uhr, Hauptgebäude der Universität Hamburg, Ostflügel, Raum 221 (Edmund-Siemers-Allee 1, 20146 Hamburg)
Dr. Annette Wiesheu, Öffentlichkeitsarbeit
Akademie der Wissenschaften in Hamburg
17.03.2008
Fast 150.000 Menschen protestierten am 17. April 1958 vor dem Hamburger Rathaus gegen die atomare Bewaffnung der Bundeswehr. In Erinnerung an dieses Ereignis diskutieren Hamburger Historiker und Friedensforscher auf einer öffentlichen Akademie-Tagung den zeitgeschichtlichen Hintergrund ebenso wie die Kernwaffenproblematik der Gegenwart. Der Psychoanalytiker und Sozialphilosoph, Prof. Horst-Eberhard Richter, spricht über "Atomangst und Menschlichkeit - einst und heute". Veranstaltet wird die Tagung von der Akademie der Wissenschaften in Hamburg, der Forschungsstelle für Zeitgeschichte, dem Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik und dem C.F. Weizsäcker-Zentrum für Naturwissenschaften und Friedensforschung (Donnerstag, 27. März 2008, 14.00 Uhr, Hauptgebäude der Universität Hamburg, Ostflügel, Raum 221, Eintritt frei).
Die Hamburger Kundgebung - eine der größten nach dem Zweiten Weltkrieg - war Teil einer deutschlandweiten Kampagne, die sich unter dem Motto "Kampf dem Atomtod!" gegen die Stationierung von Atomwaffen wandte. Der damalige Erste Bürgermeister, Max Brauer (SPD), stellte sich an die Spitze der Proteste: Als Hauptredner auf der Kundgebung forderte er die Durchführung einer Volksbefragung. Bereits ein Jahr zuvor hatten 18 prominente deutsche Kernphysiker mit der sog. Göttinger Erklärung vehement gegen die Verharmlosung der atomaren Bedrohung protestiert.
Die Tagung thematisiert sowohl den zeithistorischen Kontext - die Gründe und Folgen des atomaren Wettrüstens im Kalten Krieg - als auch aktuelle Fragen, die die noch bestehenden Atomwaffenarsenale, deren Modernisierung und weitere Verbreitung aufwerfen. Das Referat von Prof. Horst-Eberhard Richter, einem der Hauptprotagonisten der Friedensbewegung in Deutschland, rückt die sozialpsychologische Dimension der Atomkriegsgefahr in den Blick. Film- und Tondokumente werden zudem einen authentischen Eindruck von den Hamburger Protesten vermitteln. Die Tagung wird finanziert aus Mitteln der Hamburger Sparkasse.
Die Referenten stehen für Gespräche und Interviews zur Verfügung.
Programm
14.00 Begrüßung
Prof. Dr. Heimo Reinitzer, Präsident der Akademie der Wissenschaften
in Hamburg
14.15 Bilder des Protests 1958
14.30 "Atomzeitalter" - Gründe und Hintergründe der Proteste gegen die
atomare Bewaffnung der Bundeswehr Ende der 1950er Jahre
Prof. Dr. Axel Schildt, Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg
(FZH)
15.10 Atomangst und Menschlichkeit - einst und heute
Prof. Dr. Dr. Horst-Eberhard Richter, IPPNW - Internationale Ärzte für
die Verhütung des Atomkriegs, Gießen
16.00 Kaffeepause
16.30 Die Berlin-Krisen 1948/49 und 1958-1961 - Lehren aus dem Kalten Krieg
Dr. Reinhard Mutz, Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik
Hamburg (IFSH)
17.10 Atomares Wettrüsten der Großmächte - kein abgeschlossenes Kapitel
Prof. Dr. Götz Neuneck, Institut für Friedensforschung und
Sicherheitspolitik Hamburg (IFSH)
17.50 Kernwaffen in unsicheren Händen - die Proliferation von Kernwaffen und
internationale Anstrengungen zu deren Nichtverbreitung
Prof. Dr. Martin Kalinowski, C.F. von Weizsäcker-Zentrum für
Naturwissenschaft und Friedensforschung der Universität Hamburg (ZNF)
18.30 Abschlussdiskussion
19.00 Empfang
Weitere Informationen unter http://www.awhamburg.de/veranstaltungen
Veranstaltungsdaten:
Tagung: "Kampf dem Atomtod!" Die Hamburger Protestbewegung vom Frühjahr 1958 in zeithistorischer und gegenwärtiger Perspektive
Donnerstag, 27. März 2008, 14.00 Uhr bis 19.00 Uhr, Hauptgebäude der Universität Hamburg, Ostflügel, Raum 221 (Edmund-Siemers-Allee 1, 20146 Hamburg)
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